Archiv für das Jahr: 2017

Wachsende regionale Polarisierung in Europa

Beitrag von Thilo Lang und Stefan Haunstein, 27.09.2017

Die regionalen Unterschiede innerhalb Europas nehmen deutlich zu. Dies belegen aktuelle Europakarten zur Wirtschaftskraft und zur Bevölkerungsentwicklung. So verzeichnen die Metropolen und Hauptstadtregionen starke Zuwächse auf Kosten schwächerer Regionen. Die wachsende Polarisierung bedroht den Zusammenhalt in den EU-Mitgliedsländern wie auch der Gemeinschaft insgesamt.

Erstligasport – ohne Sponsoren im Abseits

Beitrag von Thomas Zimmermann, 25.08.2017

Die neue Spielzeit im Fußball, Handball, Volleyball, Basketball und Eishockey der Frauen und Männer hat soeben begonnen oder steht unmittelbar bevor. In der Saison 2017/2018 verteilen sich die 135 Teams der ersten Liga deutschlandweit auf 95 Städte. Unangefochtene Hochburg ist die Sportmetropole Berlin mit sieben Teams gefolgt von München mit vier Mannschaften. Dagegen gibt es in Hamburg nur noch einen Verein – ebenso in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland. Inzwischen ist ein dauerhafter Spielbetrieb in der höchsten Spielklasse ohne finanzstarke Sponsoren nicht mehr denkbar.

Generation Nesthocker – die europäische Perspektive

Beitrag von Tim Leibert, 24.07.2017

In Europa bestehen erhebliche Unterschiede im Auszugsverhalten junger Erwachsener. Ein hoher Prozentsatz der 25- bis 29-jährigen Frauen und Männer lebt in Süd- und Osteuropa noch im Elternhaus. Junge Skandinavier in diesem Alter stehen hingegen schon lange auf eigenen Füßen. Anhand detaillierter Europakarten wird den Ursachen dieser Unterschiede nachgegangen.

Wagniskapital zwischen lokaler Nähe und dem neuen Sog Berlins

Beitrag von Christoph Scheuplein und Julian Kahl, 21.06.2017

Berlin ist heute wichtigste Zielregion von Wagniskapital für Startups und auch als herausragender Standort von Wagniskapital-Gesellschaften, wie die aktuelle Deutschlandkarte zeigt. München und Hamburg folgen mit deutlichem Abstand.

Rückwanderung von Erwerbspersonen – aktuelle Deutschlandzahlen im regionalen Vergleich

Beitrag von Michaela Fuchs, Robert Nadler, Duncan Roth, Stefan Theuer und Antje Weyh, 22.05.2017

Die Rückwanderung von Erwerbspersonen ist ein Phänomen mit großen regionalen Unterschieden. Aktuelle Deutschlandkarten der erstmalig flächendeckend für alle 402 Kreise durchgeführten Analyse zu Männern und Frauen, Jungen und Alten sowie Hoch- und Geringqualifizierten zeigen klare räumliche Muster.

Basteln – Gestalten – Experimentieren: Offene kreative Orte in Deutschland

Beitrag von Bastian Lange, Suntje Schmidt, Valentin Domann, Oliver Ibert, Juliane Kühn und Andreas Kuebart, 11.04.2017

Seit einigen Jahren entstehen in Deutschland zahlreiche offene Werkstätten und Open Creative Labs, in denen gemeinsam gearbeitet, repariert, erprobt, gelernt und produziert wird. Die Initiatoren wollen mit dieser zukunftsweisenden Arbeitsform bisher unerschlossene kreative Potenziale aktivieren und den Zugang zu Technologie ermöglichen. Die aktuellen Karten zeigen einen ersten Überblick von mehr als 500 offenen kreativen Orten in Deutschland.

Aktueller Gründungsboom – Genossenschaften liegen im Trend

Beitrag von Stefan Haunstein und Marleen Thürling, 28.02.2017

Immer mehr Menschen schließen sich gegenwärtig in Genossenschaften zusammen. Seit der Novellierung des Genossenschaftsgesetztes 2006 wurden allein rund 2000 Genossenschaften neu gegründet. Waren in der Vergangenheit traditionell die klassischen Aufgabenfelder Kreditwesen, Landwirtschaft, Wohnen und Konsum vertreten, betreffen die Neugründungsinitiativen vermehrt die Bereiche erneuerbare Energien, Dienstleistungen und das Gesundheitswesen. Daneben werden zunehmend gemeinwesenorientierte Genossenschaften zur Sicherung der Daseinsvorsorge gegründet. Aktuelle Deutschlandkarten zeigen das Gründungsgeschehen auf lokaler und regionaler Ebene.

Generation Nesthocker – junge Erwachsene im Haushalt ihrer Eltern

Beitrag von Tim Leibert, 10.01.2017

Eine weit verbreitete These lautet: In Deutschland leben immer mehr junge Erwachsene immer länger im Haushalt ihrer Eltern. Zwar lebten 2015 etwa 60 Prozent der 18- bis 24-Jährigen noch im Elternhaus. Der Anteil der sogenannten Nesthocker ist gegenüber 2005 jedoch leicht zurückgegangen. Somit widersprechen die Zahlen der allgemeinen Wahrnehmung. Deutschlandkarten, die auf aktuellen Analysen der letzten Volkszählung von 2011 beruhen, zeigen markante räumliche Muster hinsichtlich Alter und Geschlecht.