Schlagwort-Archiv: Nationalatlas

Kleine Städte, k(l)eine kulturelle Ausstattung?

Beitrag von Madeleine Wagner und Christoph Mager, 08.10.2021

Kleinstädte leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge auch im kulturellen Bereich. Deutschlandkarten zeigen allerdings deutliche regionale Unterschiede in der Spartenausstattung und -vielfalt vor Ort.

Wissenschaftsakademien in Deutschland: Altersstruktur und Frauenanteil

Beitrag von Konrad Großer, 16.06.2021

Akademien der Wissenschaften sind staatlich finanzierte Gelehrtenvereinigungen, die der Förderung der Forschung dienen und den wissenschaftlichen Austausch pflegen. Die acht in der Union der Akademien zusammengeschlossenen Einrichtungen haben ihre Sitze in Berlin, Leipzig, Hamburg, Göttingen, Düsseldorf, Mainz, Heidelberg und München. Die Akademien haben insgesamt 2.570 Mitglieder – und zwei gravierende Probleme: Überalterung und einen geringen Frauenanteil, wie die aktuelle Deutschlandkarte zeigt.

Alterung und Stillstand auf dem Arbeitsmarkt

Beitrag von Tim Leibert, 12.05.2021

Das Jahr 2020 markiert eine Zäsur in der Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort im Inland zum ersten Mal seit 2006 gesunken. Gleichzeitig hat sich der seit 2012 anhaltende Rückgang der Zahl der Selbstständigen weiter verstärkt. Das Statistische Bundesamt betont jedoch, dass der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt aus demografischen Gründen auch ohne die Pandemie in den nächsten Jahren zum Stillstand gekommen wäre. Aktuelle Deutschlandkarten machen deutlich, welche Entwicklungen dieser Einschätzung zu Grunde liegen.

Nitrat im Grundwasser: Regionen unterschiedlich belastet

Beitrag von Martin Beck und Thomas Chudy, 27.11.2020

In Deutschland wird der Grenzwert für den Nitratgehalt des Grundwassers oft überschritten. Als wesentliche Ursache gilt der Einsatz mineralischer und organischer Düngemittel in der Landwirtschaft. Deutschlandweit gibt es jedoch erhebliche regionale Unterschiede in der Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Spezifische Standortbedingungen und insbesondere lokale klimatische Bedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Grundwasserqualität vor Ort.

Geburten in Europa: Junge Mütter, alte Mütter

Beitrag von Tim Leibert, 07.10.2020

Die europäischen Staaten unterscheiden sich deutlich bei den Geburtenraten und beim Timing der Familiengründung. In Südosteuropa ist eine frühe Familiengründung mit hohen Geburtenraten der unter 25-Jährigen bis heute üblich. In anderen Ländern sind Mütter unter 30 eher die Ausnahme. Auch innerhalb der Länder zeigen sich deutliche regionale Unterschiede, etwa zwischen Stadt und Land.

Spanischsprachige Migranten in Deutschland und Bildungsangebote für Spanisch als Muttersprache

Beitrag von Héctor Álvarez Mella, 09.09.2020

Mit dem Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Spanien trafen vor 60 Jahren die ersten spanischen Gastarbeiter bei uns ein. Heute kommen überwiegend junge spanischsprachige Migranten aus Spanien und Lateinamerika zum Studium, zur Berufsausbildung oder am Beginn ihres Berufslebens nach Deutschland. Viele junge spanischsprachige Eltern wollen, dass ihre Kinder neben Deutsch auch ihre Herkunftssprache außerhalb der Familie erlernen. Deutschlandkarten zeigen die Zielregionen der neuen Zuwanderer und die Bildungsangebote für spanischsprachige Kinder und Jugendliche.

Regionale Herkunftsangaben für Wein und Spirituosen: Zertifizierung verspricht wirtschaftlichen Vorteil

Beitrag von Joachim Burdack, 11.06.2020

Verbraucher verbinden mit regionalen Produkten häufig positive Eigenschaften wie Qualität, Tradition und Authentizität. Zum Schutz regionaler Lebensmittel, Weine und alkoholischer Getränke hat die Europäische Union Gütesiegel eingeführt. Auch in Deutschland sind viele Weine und Spirituosen geschützt. Für die Hersteller rechnet sich die Zertifizierung: Ihre Produkte mit geschützten geographischen Herkunftsangaben erzielen deutlich höhere Preise als vergleichbare Erzeugnisse ohne Zertifikat.

Die Turteltaube in Deutschland: starke Bestands- und Verbreitungsrückgänge beim Vogel des Jahres 2020

Beitrag von Christopher König, Bettina Gerlach, Sven Trautmann und Johannes Wahl, 07.05.2020

Die Turteltaube zählt inzwischen zu den seltenen Vogelarten in Deutschland. Mit dem Rückgang der Brachen und Auwälder sowie der Intensivierung der Landwirtschaft haben sich die heimischen Bestände seit 2009 halbiert. Nur noch etwa 12.500 bis 22.000 Brutpaare gibt es bundesweit. Wo sie sich derzeit zum Brüten aufhalten, zeigen aktuelle Deutschlandkarten. Trotz ihrer globalen Gefährdung ist die Jagd auf den Zugvogel selbst in einigen EU-Staaten noch erlaubt. Ihr fallen nach Schätzungen jährlich etwa 1,4 bis 2,2 Millionen Turteltauben zum Opfer.

Das UNESCO-Welterbe in Deutschland

Beitrag von Thomas M. Schmitt, 30.03.2020

Derzeit verzeichnet die UNESCO-Welterbeliste 46 Einträge für das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland. Die aktuelle Karte illustriert die Vielfalt der Zeugnisse der Kultur- und Naturgeschichte, denen ein „außergewöhnlicher universeller Wert“ zugesprochen wird. Einige Einträge in die Liste umfassen mehrere räumlich getrennte Standorte. Zuletzt wurden 2019 die grenzüberschreitende Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří und das Augsburger Wassermanagement-System in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ursprünglich als Schutzinstrument ins Leben gerufen, wird das Prädikat „UNESCO Welterbe“ mittlerweile auch als touristisches Gütesiegel vermarktet. Einzelne Eintragungen werden von Experten durchaus kritisch gesehen..

Kleinstädte im Wandel II

Beitrag von Christian Hanewinkel, 11.02.2020

In Deutschland gibt es aktuell 775 Gemeinden zwischen 2.500 und 10.000 Einwohnern mit Stadttitel, in denen insgesamt fast 4,7 Millionen Menschen leben. Mit Blick auf die Ausstattung mit einer Kreisverwaltung, einem Amtsgericht, einem Gymnasium oder einem Krankenhaus ergeben sich im zeitlichen Vergleich der Jahre 2001 und 2018 deutliche Veränderungen. Eine aktuelle Karte gibt einen deutschlandweiten Überblick und zeigt den zentralörtlichen Funktionswandel der Städte im Detail.